.Tod eines Jägers

Tod eines Jägers
von Rolf Hochhuth

Der letzte Morgen graut. Aug in Aug mit der Jagdflinte, die ihm als zehnjähriger Junge von seinem Vater gegeben wurde, lässt Ernest Hemingway in den letzten zwei Stunden vor seinem Freitod das Leben Revue passieren. Im Widerstreit mit sich selbst und der Welt beginnt er, seine alten Ideale von Stärke, Stolz und Männlichkeit in Brand zu stecken.

In seinem Drama „Tod eines Jägers“ beschäftigt sich Rolf Hochhuth mit der letzten großen Frage des Menschenlebens: Was bleibt zurück, wenn wir gehen? Hochhuth, Grimme-Preis-Träger Deutsche Sprache, maßgeblicher Anreger des Dokumentartheaters und in mehr als 22 Sprachen übersetzt, hat „Tod eines Jägers“ im Jahr 1976 verfasst. Anlässlich des 85. Geburtstages von Hochhuth nimmt sich Nachwuchsregisseur Peter Thiers des Textes um Hemingway im Jahre 2016 erneut an und lässt diesen legendären Charakter des 20. Jahrhunderts in der Gegenwart auferstehen. Wie hat sich der Blick auf Hemingways testosterongetränktes Männerbild seit den 1960er-Jahren gewandelt? In der Hamburger Inszenierung, 40 Jahre nach Entstehung des Stücks, wird der bekannte Schauspieler Torsten Münchow den kurz vor dem Tode stehenden Hemingway verkörpern. Für Münchow ist es nach „Sommer 14 – ein Totentanz“ (Berliner Ensemble) die zweite Hochhuth-Inszenierung.

Hemingway: Torsten Münchow
Stimme: Gerd Stange
Regie: Peter Thiers
Bühne und Kostüm: Hilke Fomferra
Dramaturgie: Jascha Fendel
Assistenz: Julia Brand, Wibke Zäncker
Produktion: Fred Buchalski, Torsten Münchow

Premiere: 27. Oktober 2016, Sprechwerk Hamburg
Eingeladen zur „Deutschen Woche“ des Generalkonsulats Gdansk

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Fotos: Bartosz Kołaczkowski, Hilke Fomferra

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